Bericht zum 6. Spieltag der Saison 2017/2018 am 18.2.2018

Bereichsliga Nord 3: Eggenstein/Leopoldshafen 1 - Forst 1 = 1,5 : 6,5
Hoher Sieg gegen Eggenstein

In der sechsten Runde der laufenden Saison musste unsere erste Mannschaft in Eggenstein - Leopoldshafen antreten - ein Duell, das schon seit vielen Jahren und mit wechselnden Ergebnissen stattfindet. Dieses Mal hatten wir schon von Beginn an die deutlich besseren Karten. Mit einem Doppelschlag, nach nicht einmal zwei Stunden Spielzeit, erkämpften Harald Löffler und Markus Wiederspahn die ersten beiden Forster Siege. Haralds Gegner investierte zu viel Material in einen viel zu schwachen Angriff. Nach erzwungenem Damentausch erkannte er, daß es nicht mehr weitergeht und streckte die Waffen. Markus nutzte die Fesselung eines gegnerischen Turms und konnte diesen schließlich einsacken, ohne auch nur einen Hauch an Kompensation zuzulassen. Diesen massiven Materialvorsprung erkannte sein Gegner an, denn er gab sofort auf. Nach rund 30 weiteren Minuten gelang Gerhard Brückel ein Zentrumsdurchbruch gegen die holländische Verteidigung seines Kontrahenten - und gewann einen Bauern. Dann stellte er Mattdrohungen auf und schnürte seinen Gegner derart gekonnt ein, dass dieser noch einen Turm verlor. 3:0 für Forst. Kurz darauf markierte Dominik Dauner das 4:0. Er hatte seinen Gegner in eine Falle gelockt - und anstatt dass dieser einen Bauern gewann, büßte er eine Figur ein. Im weiteren Verlauf konnte Dominik ein selten schönes Mattbild kreieren, was sein Gegner dankenswerter Weise bis zum letzten Zug mitspielte. Dann allerdings musste Martin Fohler die einzige, aber herbe Niederlage des Tages quittieren. Mutig spielend hatte er ständig Druck aufgebaut, dabei aber seine Königssicherheit außer Acht gelassen. Dem logischen, direkten Königsangriff konnte Martin dann nicht mehr rechtzeitig Paroli bieten. Karl Dauner schließlich fand wieder in die Forster Erfolgsspur indem er seinen Gegner im Königsangriff förmlich überrannte. Sohn Julian machte es praktisch zeitgleich nach - die vielen Mattdrohungen, die er aufgestellt hatte, waren nicht mehr zu parieren. Angesichts der hohen 6:1 Führung willigte Steffen Hoffmann in ein friedliches Remis ein, so dass wir uns ungewohnt früh, nach weniger als vier Stunden Gesamtspielzeit, auf den Heimweg machen konnten.

Alles in allem ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg - wäre da nicht das seltsame Gefühl, dass unsere Gegner es uns zu leicht machen. Dennoch ist das Saisonziel noch fern, denn der einzige noch verbliebene Konkurrent um den Aufstieg, die dritte Mannschaft von Eppingen, liegt nach wie vor um zwei Mannschaftspunkte vor uns. Zum direkten Duell und voraussichtlichem Entscheid über die Meisterschaft kommt es erst am übernächsten Spieltag im April.

Spielbericht: Markus Wiederspahn

Bereichsliga Nord 1: Großsachsen 1 - Forst 2 = 3,5 : 4,5
Im vorentscheidenden Spiel um den Klassenerhalt gelang uns ein wichtiger Auswärtssieg. Kurzen Prozeß machte Markus Zieger mit seinem Gegner. Nach zwei Stunden war der Sieg bereits eingefahren, nachdem der Gegner seine Türme passiv auf den falschen Linien aufgestellt hatte. Zudem war dessen König noch in der Mitte postiert. Dadurch konnte Markus mit seinen beiden Türmen über die offene Linie im Zentrum eindringen und unterstützt von einem Springer schön Matt setzen. Eine sehr souveräne Vorstellung. Nach beiderseitig sehr scharfem Spiel in der Eröffnung, wobei David Scheja viel Zeit verbrauchte, gewann er einen Bauern. Dafür hatte er eine passive und unterentwickelte Stellung auf dem Brett. Beim notwendigen aktivieren der Figuren ging der Bauer leider wieder verloren. Das entstandene Endspiel war dann ausgeglichen und wurde auf Grund der knappen Zeit Remis gegeben. Bei Andre war eigentlich eine schöne Angriffsstellung entstanden. Aber dann veropferte er sich leider und das Spiel ging verloren. Bei Jürgen war ein interessantes Spiel auf beiden Seiten, welches taktisch geprägt war, zu sehen. Leider verlor er in Zeitnot seine Dame und somit die Partie. Zum Glück lehnte Markus Staudt ein Remisangebot in ausgeglichener Stellung ab. Er spielte vielmehr weiterhin auf Sieg! Schlußendlich gewann er mit einem schicken Umwandlungsmotiv die Partie und war somit für den Mut belohnt worden. Eine großartige Leistung, vor allem mannschaftstaktisch vorbildlich! Am ersten Brett beeindruckte Benedikt Dauner gegen Großsachsens Spitzenspieler mit einer blitzsauberen Leistung. Im Endspiel gewann er einen Bauern um dann ins Turmendspiel abzuwickeln. Dann gewann er einen zweiten Bauern und anschließende die Partie. Damit waren wir in Führung gegangen! In große Zeitnot geriet Enrico, konnte aber trotzdem lange gut mithalten. Nach der Zeitkontrolle ging es ins Endspiel wo ihm allerdings ein Fehler unterlief, welcher ihn die Partie kostete. Super in Form war Klaus Rinck. Nach und nach gewann er zwei Bauern, dann eine Figur und noch zwei weitere Bauern. Seine Gegnerin stand also nach 40 Züge völlig hoffnungslos, gab aber nicht auf. So musste die Mannschaft lange warten. Doch Klaus spielte geduldig bis zum Ende. Entspannt holte er den wichtigen Punkt zum alles entscheidenden 4,5:3,5 Sieg. Eine sehr gute Mannschaftsleistung, jetzt sind wir voll im Rennen um den Klassenerhalt.
Siege müssen gefeiert werden...

Kreisklasse A: Waldbronn 2 - Forst 3 = 4,5 : 3,5
Gegen den Tabellenzweiten wäre uns beinahe eine Überraschung gelungen. An Brett 1 hatte Franz Bolz einen Freibauern erspielt, der so stark wurde, daß es keine Gegenwehr gab. Leider verloren Rafael und Milan recht früh, so daß wir ins Hintertreffen gerieten. Nachdem Egon Hartmann einen Bauernverlust wieder wettmachen konnte, einigte er sich in unklarer Stellung auf Remis. Das war vielleicht etwas zu früh, denn Alfred verkalkulierte sich bei einem Mattangriff und hatte nach Verlust einer Figur keine Chance mehr. Besser machte es Dominik Fauth. In einem Bauernendspiel mit Springern hatte er die besseren Ideen und zwang den Gegner zur Aufgabe. Als dann Michael Kröger durch ein schönes Turmopfer zum gelungenen Mattangriff blies, schien die Überraschung perfekt. Jetzt kam es auf unseren Nachwuchsspieler Elias an. Dieser kämpfte in schwieriger Stellung über vier Stunden, musste aber dann doch gegen einen erfahrenen Gegner die Segel streichen. Mit diesem Kampfgeist werden wir in Bestbesetzung gute Chancen auf den Klassenverbleib haben, wenn wir am nächsten Spieltag gegen Hambrücken gewinnen sollten.
Die Vorstandschaft