Bericht zum 4. Spieltag der Saison 2017/2018

Bereichsliga Nord 3 : SC uBu Karlsruhe 1 - Forst 1 = 1 : 7
Mit einem unerwartet hohen 7:1 Sieg gegen die Mannschaft uBu Karlsruhe startete Forst I in das neue Jahr und behält sich alle Optionen auf die Titelvergabe vor . Das Ersatzspiellokal des Gastgebers am Fliederplatz in Mühlburg entsprach leider nicht den Standards , den Hobbyschachspieler im Badischen Schachverband wohl erwarten dürfen. Unsere 3. Mannschaft, die ebenfalls hier spielte, war in einem einem extrem kleinen Raum im 1. OG "eingezwercht", während unsere Bretter 6-8 im ausgebauten Speicher im Dachgeschoss auf Kindersitzgarnituren Platz nehmen mussten. Gleiche Stühle, gleiche Tische - nur eben eine Nummer kleiner.
Kleine Spieler, große Tische, große Spieler, kleine Stühle ?!


Doch nun zum Spielverlauf:
Den ersten Punkt lieferte Karl an Brett 3, wo er einen Königsangriff startete, der in einem Qualitätsopfer gipfelte. Die gegnerische Stellung brach dann in wenigen Zügen mit hohem Materialverlust zusammen.
Brett 3: Dauner, Karl, - Henn, Wolfgang
Stellung nach dem Einschlag auf f6...


Danach kam die Stunde der "hinteren Bretter", die es verständlicherweise nicht all zu lange auf ihren zu kleinen Sitzen aushielten. Der Reihe nach holten sie in kurzer Zeit weitere 3 Punkte. Zuerst kam Julian in überzeugender Manier zum Königsangriff, der mit einem Dameneinschlag in der gegnerischen Rochadestellung endete.
Brett 6: Gutierrez, Rodrigo - Dauner, Julian
Endstellung mit Weiß am Zuge: Kf1 - Txg2 - Txg2 scheitert an Dh1+ !


Dominik nutze eine unkoordinierte gegnerische Leichtfigurenkonstellation aus, die zu Materialgewinn und schliesslich dem Sieg führte.
Brett 7: Dauner, Dominik - Schirm, Hanno
Überforderte Leichtfigurenkonstellation nach 27. bxa3


Auch Steffen konnte aus einer komplexen Stellung das bessere Ende für sich verbuchen.

Unser Spitzenbrett kehrte heute zu seiner alten Form zurück. Martin gewann erst einen Bauer und als der Gegner am Damenflügel versuchte, den zweiten gefährdeten Bauer mit massivem Figureneinsatz zu schützen und ihn dennoch verlor gab dieser entnervt auf. Damit stand es bereits 5:0 und der Kampf war bereits entschieden.
Brett 1: Fohler, Martin - Weiler, Wolfgang
Nach dem Gewinn eines zweiten Bauern mit Txa3 gab der Gegner auf


An Brett 5 hatte Gerhard eine Stellung mit beiderseitigen Schwerfigurendrohungen gegen die jeweiligen Königsstellungen auf dem Brett. Nach einer ungenauen Fortsetzung des Gegners nutze er eine unkoordinierte Stellung der beiden gegnerischen Türme mit einem Zwischenschach aus, worauf der Gegner sofort aufgab.


Brett 5: Brückel, Gerhard - Brück, Klaus
Nach dem Zwischenschach Db3+ war das Spiel aus


Nun waren noch Markus und Harald an den Brettern. Harald hatte eine schwierige Phase mit gleichzeitig sich anbahnender Zeitnot zu überstehen, während Markus ein offenenes Figurenspiel mit beiderseitigen Chancen auf dem Brett hatte. Markus stellte zwar Mattdrohungen auf, der Gegner aber hatte genügend Verteidigungsressourcen, so dass ein Remis vereinbart wurde.
Brett 4: Rausch, Michael - Wiederspahn, Markus
Die Remisstellung nach 42. Kh2


Harald musste noch eine weitere Stunde hart kämpfen. Nachdem es ihm in der Folge aber gelang, den gegnerischen König mit verbundenen Türmen auf der h-Linie einzusperren, war die Verlustgefahr nicht mehr so groß. Tatsächlich gelang es ihm schliesslich, sämtliches Material vom Brett zu holen und ein weiteres Remis beizusteuern. Vorher hatte er aber eine brenzlige Situation zu überstehen:
Brett 2: Krug, Marcus - Löffler, Harald
Hier hat Weiss am Zuge drei Gewinnzüge, nämlich Txc4, Kd6 und Kb6. Der stärkste wäere Kb6 gewesen. Doch nach dem gefräßigen Kxb5 folgte Tb7 mit Schach und der König wird auf der h-Linie mit dem nun folgenden Tc4-b4 eingesperrt. Im weiteren Verlauf konnte mit diversen Mattdrohungen der Freibauer vernichtet werden.




Bereichsliga Nord 1 : Hockenheim 4 - Forst 2 = 5,5 : 2,5
Nachdem Hockenheim den letzten Spieltag nicht antrat, hatten sie sich diesesmal auf Kosten ihrer eigenen dritten Mannschaft deutlich verstärkt. Das verzerrt zwar den fairen Wettbewerb und wir waren die Leidtragenden, lässt sich aber nicht ändern. Trotzdem begann es gut. Bei Markus Staudt war ein ausgeglichenes Mittelspiel entstanden. Doch dann übersah sein Gegner eine Fesselung und verlor eine ganze Figur, so daß er dann direkt aufgab. Leider hatte Ismet in der Eröffnung einen Fehler begangen. Davon erholte er sich die ganze Partie nicht mehr. Letztlich ging dieses Spiel verloren. In einem aktiv und taktisch geführten Spiel von Jürgen, hatte der Gegner leider die etwas kreativere Angriffsidee und gewann deshalb. Auch bei Markus Zieger lief es heute nicht gut. Nach Qualitätsverlust wehrte er sich zwar lange, letztlich aber vergeblich. Da machte es Franz Bolz schon besser. Nach schöner Angriffsführung eroberte er eine Figur. Da seine ganzen Figuren auf den gegnerischen König ausgerichtet waren, war sein Gegner danach chancenlos und dieser musste die weiße Fahne schwenken. Trotz leichtem Vorteil konnte Benedikt Dauner dieses Mal keinen Gewinnweg finden und nahm schließlich das fünfte (!) Remisangebot des erleichterten Gegners an. Gegen einen spielstarken Gegner sah Enrico heute leider kein Land und musste die Segel streichen. Auch David kam schon früh unter die Räder. Er versuchte zwar in aussichtsloser Stellung die Unterentwicklung und den schwachen König des Gegners auszunutzen, leider aber erfolglos. So war die Niederlage besiegelt.
Kreisklasse A : SC uBu Karlsruhe 2 - Forst 3 = 3,5 : 3,5
Heute standen sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber. Allerdings hatten wir das Pech, dass bei der Anfahrt Blechschaden entstand und wir somit nur mit sieben Spielern antreten konnten. Günstig war für uns, daß auch der Gegner mit dieser Mannschaftszahl antrat und somit kein Punkt kampflos verloren ging. Leider verlor Milan recht schnell, so daß wir ins Hintertreffen gerieten. Doch Rafael Yurten kam mit einem Läufer mehr ins Endspiel und glich somit aus. Nach ausgeglichenem Spiel einigte sich Dominik auf Remis und auch bei Klaus Rinck war nicht mehr drin. Bei Alfred Hügel schienen die Aussichten gut, denn er hatte von Anfang an einen Freibauern mehr. Im Mittelspiel verpasste er einen weiteren Bauern zu gewinnen. So kam es zu einem kritischen Endspiel wo man sich letztlich auf Remis einigte. Am Spitzenbrett war nach ausgeglichenem Spiel das Remis eindeutig. Spannend ging es auf dem Brett von Egon Hartmann zu. Als der Gegner die letzten Figuren abtauschte, schien Egon auf Verlust zu stehen. Einige Züge danach hatte er plötzlich Gewinnchancen. Doch im Endspiel verlor ein Tempo und so kam es zu einer klassischen Remisstellung. Letztlich waren beide Mannschaften mit dem Remis zufrieden. Für uns zudem ein wichtiger Punkt zum Klassenerhalt.
Die Vorstandschaft